Liebe Spielerinnen und Spieler, wir alle kennen die Faszination des Glücksspiels. Das Adrenalin, die Hoffnung auf den großen Gewinn, die Spannung – all das kann unglaublich reizvoll sein. Ob Sie nun gelegentlich ein paar Runden drehen oder regelmäßig Ihr Glück versuchen, die Welt der Online-Casinos und Wettanbieter wie 22bet casino ist für viele von uns ein fester Bestandteil der Freizeit geworden. Doch es gibt eine Seite des Glücksspiels, über die wir vielleicht nicht so oft sprechen, die aber von immenser Bedeutung ist: die Auswirkungen auf unsere Liebsten. Wenn das Spiel zur Belastung wird, sind es oft die Angehörigen, die als Erste die Veränderungen spüren und die Konsequenzen tragen müssen. Dieser Artikel soll Ihnen, als regelmäßige Spieler, einen Einblick geben, welche Unterstützung für Ihre Angehörigen existiert und warum es so wichtig ist, dieses Thema nicht zu ignorieren.
Es ist leicht, die eigenen Leidenschaften zu verharmlosen oder zu denken, dass man alles unter Kontrolle hat. Doch die Realität zeigt, dass Spielsucht eine ernstzunehmende Krankheit ist, die nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch sein gesamtes Umfeld in Mitleidenschaft zieht. Ihre Partner, Kinder, Eltern oder Freunde leiden oft still mit, fühlen sich hilflos, wütend, traurig oder überfordert. Das Erkennen dieser Dynamik und das Wissen um Hilfsangebote für Ihre Angehörigen ist ein Zeichen von Verantwortung und Fürsorge. Es geht nicht darum, Ihnen Vorwürfe zu machen, sondern darum, ein Bewusstsein zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Sie und Ihre Familie gemeinsam gestärkt aus schwierigen Situationen hervorgehen können.
Warum Angehörige Unterstützung brauchen
Die Rolle eines Angehörigen eines Spielers ist oft eine undankbare. Sie sind Zeugen der Höhen und Tiefen, der Versprechungen und Enttäuschungen. Die Belastungen sind vielfältig und können sich auf verschiedene Lebensbereiche auswirken:
Finanzielle Belastungen
- Schulden: Oft sind es die Angehörigen, die von den finanziellen Problemen am stärksten betroffen sind, sei es durch gemeinsame Schulden, die Verpfändung von Eigentum oder das Aufbrauchen von Ersparnissen.
- Existenzängste: Die ständige Sorge um die finanzielle Zukunft kann zu enormem Stress und Existenzängsten führen.
- Verstecken und Lügen: Spieler versuchen oft, ihre Verluste und ihr Spielverhalten vor ihren Angehörigen zu verbergen, was zu einem Vertrauensverlust führt und die finanzielle Lage noch undurchsichtiger macht.
Emotionale und psychische Belastungen
- Scham und Schuldgefühle: Angehörige fühlen sich oft für die Situation verantwortlich oder schämen sich für das Verhalten des Spielers.
- Wut und Frustration: Die wiederholten Enttäuschungen und gebrochenen Versprechen können zu tief sitzender Wut und Frustration führen.
- Angst und Sorge: Die ständige Angst vor neuen Verlusten, vor der Zukunft und um das Wohlergehen des Spielers ist eine enorme psychische Bürde.
- Depressionen und Burnout: Die chronische Belastung kann zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angststörungen oder Burnout führen.
- Isolation: Viele Angehörige ziehen sich aus Scham oder Überforderung zurück und isolieren sich von Freunden und Familie.
Beziehungsprobleme
- Vertrauensverlust: Lügen und Geheimnisse zerstören das Vertrauen in einer Beziehung.
- Kommunikationsschwierigkeiten: Offene und ehrliche Kommunikation wird oft unmöglich, da das Thema Glücksspiel zum Tabu wird.
- Konflikte und Streit: Finanzielle Probleme und das Spielverhalten führen zu häufigen Auseinandersetzungen.
- Trennung und Scheidung: Im schlimmsten Fall kann die Spielsucht zur Zerstörung der Beziehung führen.
Wo Angehörige Hilfe finden können
Es gibt in Deutschland eine Vielzahl von Anlaufstellen und Hilfsangeboten, die speziell auf die Bedürfnisse von Angehörigen von Spielern zugeschnitten sind. Diese Angebote sind oft kostenlos, vertraulich und bieten einen sicheren Raum für Austausch und Unterstützung.
1. Selbsthilfegruppen
Selbsthilfegruppen sind eine der wertvollsten Ressourcen für Angehörige. Hier treffen sie auf Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen oder gemacht haben. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann enorm entlastend wirken und das Gefühl der Isolation mindern. In Deutschland gibt es verschiedene Organisationen, die Selbsthilfegruppen anbieten:
- Anonyme Spieler (GA) und Gam-Anon: Während GA sich an Spieler richtet, ist Gam-Anon speziell für Angehörige konzipiert. Hier finden Sie Verständnis und Unterstützung in einem strukturierten Umfeld.
- Blaues Kreuz, Caritas, Diakonie: Diese Wohlfahrtsverbände bieten oft eigene Selbsthilfegruppen oder vermitteln an lokale Gruppen weiter.
2. Beratungsstellen
Professionelle Beratungsstellen sind eine wichtige Anlaufstelle, um sich über die Krankheit Spielsucht zu informieren, individuelle Unterstützung zu erhalten und konkrete Schritte zur Bewältigung der Situation zu planen. Sie bieten oft:
- Einzelberatung: Hier können Angehörige ihre Ängste, Sorgen und Fragen in einem geschützten Rahmen besprechen.
- Paar- und Familienberatung: Wenn der Spieler bereit ist, sich helfen zu lassen, kann eine gemeinsame Beratung dazu beitragen, die Kommunikation zu verbessern und neue Wege im Umgang mit der Sucht zu finden.
- Informationen über Hilfsangebote: Beratungsstellen können über Therapieoptionen für den Spieler, rechtliche Fragen oder finanzielle Hilfen informieren.
- Krisenintervention: Bei akuten Krisen bieten sie schnelle Unterstützung und Orientierung.
Bekannte Beratungsstellen sind zum Beispiel die Suchtberatungsstellen der Caritas, Diakonie, des Blauen Kreuzes oder der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Auch viele Gesundheitsämter bieten entsprechende Dienste an.
3. Online-Beratung und Foren
Für viele Angehörige ist der Schritt zu einer persönlichen Beratung oder Selbsthilfegruppe am Anfang schwierig. Online-Angebote können hier eine niedrigschwellige Alternative bieten:
- Online-Beratungsportale: Viele Beratungsstellen bieten auch Online-Beratung per E-Mail oder Chat an. Dies ermöglicht eine anonyme und flexible Kontaktaufnahme.
- Foren und Communities: Es gibt zahlreiche Online-Foren, in denen sich Angehörige austauschen und gegenseitig unterstützen können. Hier können Erfahrungen geteilt und Ratschläge eingeholt werden.
4. Psychologische und therapeutische Unterstützung
Wenn die Belastungen für Angehörige zu groß werden und zu eigenen psychischen Problemen führen, kann eine professionelle psychologische oder psychotherapeutische Behandlung notwendig sein. Ein Psychotherapeut kann helfen, die eigenen Gefühle zu verarbeiten, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und die eigene psychische Gesundheit zu stabilisieren.
5. Finanzielle und rechtliche Beratung
Bei finanziellen Problemen, die durch die Spielsucht entstanden sind, ist es ratsam, sich an Schuldnerberatungsstellen zu wenden. Diese können helfen, einen Überblick über die Finanzen zu bekommen, Sanierungspläne zu erstellen und bei der Kommunikation mit Gläubigern zu unterstützen. Bei rechtlichen Fragen, zum Beispiel bezüglich Unterhalt oder Trennung, kann ein Anwalt hinzugezogen werden.
Was Sie als Spieler tun können
Als Spieler tragen Sie eine große Verantwortung für Ihr eigenes Verhalten und dessen Auswirkungen auf Ihre Familie. Das Erkennen der Notwendigkeit von Unterstützung für Ihre Angehörigen ist bereits ein wichtiger erster Schritt. Hier sind einige Empfehlungen, wie Sie Ihre Liebsten entlasten und unterstützen können:
- Offenheit und Ehrlichkeit: Versuchen Sie, offen über Ihr Spielverhalten und Ihre Gefühle zu sprechen. Auch wenn es schwerfällt, Ehrlichkeit ist die Basis für Vertrauen.
- Verantwortung übernehmen: Erkennen Sie an, welche Auswirkungen Ihr Spiel auf Ihre Familie hat und übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Handlungen.
- Hilfe suchen: Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Spiel nicht mehr kontrollieren zu können, suchen Sie selbst professionelle Hilfe. Dies ist das größte Geschenk, das Sie Ihrer Familie machen können.
- Gemeinsame Lösungen finden: Sprechen Sie mit Ihren Angehörigen darüber, welche Unterstützung sie sich wünschen und wie Sie gemeinsam Wege finden können, die Situation zu verbessern.
- Geduld haben: Der Weg aus der Spielsucht ist lang und erfordert Geduld von allen Beteiligten. Rückschläge können passieren, wichtig ist, nicht aufzugeben.
Fazit: Gemeinsam sind wir stärker
Liebe Spielerinnen und Spieler, das Thema Glücksspiel ist komplex und kann, wenn es außer Kontrolle gerät, tiefe Wunden hinterlassen – nicht nur bei Ihnen selbst, sondern vor allem auch bei Ihren Angehörigen. Es ist ein Zeichen von Stärke, die eigenen Grenzen zu erkennen und sich der Auswirkungen auf das Umfeld bewusst zu werden. Die Unterstützung für Angehörige von Spielern ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um die gesamte Familie zu schützen und zu stärken.
Indem Sie sich informieren und Ihre Angehörigen ermutigen, Hilfe in Anspruch zu nehmen – oder noch besser, indem Sie selbst den ersten Schritt wagen und sich mit Ihren eigenen Spielgewohnheiten auseinandersetzen – tragen Sie maßgeblich dazu bei, dass alle Beteiligten gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorgehen können. Denken Sie daran: Sie sind nicht allein, und Ihre Familie muss es auch nicht sein. Es gibt Wege, die Belastung zu mindern und gemeinsam eine gesündere Zukunft aufzubauen. Nehmen Sie diese Ratschläge als freundliche Anregung, um das Wohlergehen Ihrer Liebsten und damit auch Ihr eigenes zu sichern.
